Erlebe den Geschmack

Einer der Gründe wofür Agropoli unvergesslich bleibt, ist sicher ihre Önogastronomie. Ihre Küche ist besonders mit der antiken Fischertradition und der mediterranen Diät verbunden, die in der 60er Jahren zum ersten Mal vom berühmten amerikanischen Physiologen Ancel Keys beschrieben wurde und zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Hülsenfrüchte, Sardellen, Milchprodukte frisches Saisongemüse gehören zum festen Teil der Küche Agropolis, sowie auch die hochwertigen Produkte des Landes, die heute überall bekannt und gefragt sind, vom DOC-Wein und dem DOP-Olivenöl bis zur weißen DOP-Feige des Cilento. Damit man die lokale Küche kennen lernen und genießen kann, stehen önogastronomische Touren zur Verfügung, die im Laufe des Jahres und der verschiedenen Jahreszeiten in den Weinkellern und den auf die typischen Produkte spezialisierten Betrieben organisiert werden.  

Erlebe die Traditionen

Es gibt verschiedene religiöse Traditionen, die mit den von den Ortsbewohnern weitergegebenen Legenden verbunden sind.  

Am 24. Juli feiert man das Fest zu Ehren der schon immer als Beschützerin der Fischer verehrten  Madonna di Costantinopoli, mit einer suggestiven  MeeresprozessionDer Legende nach wird erzählt, dass ein Bild der Madonna von einigen Seeleuten auf offenem Meer nach einem Sturm gefunden wurde. Nachdem sie sie auf Land gebracht hatten, erwählten sie sie zu ihrer Schutzheiligen und errichteten ihr zu Ehren eine Kapelle im alten befestigten Ortskern. Während einer der vielen Attacken von Seiten der berüchtigten Sarazenen, wurde die Kirche beraubt und viele geweihte Einrichtungsstücke und Gegenstände mitgenommen, darunter auch das Bildnis der Hl. Maria. Als sie lossegeln wollten, wurden die schnellen Galeeren wie von übernatürlichen Kräften festgehalten, die mit Windböen und ungünstigen Meeresfluten die Schiffe an der Abfahrt hinderten. Die Piraten konnten es nur tun, nachdem sie sich entschlossen hatten, das heilige Bildnis auf einem Strand zu hinterlassen.

 Hl. Franziskus. Der Legende nach kam der kleine arme Mann von Assisi 1222 in den kleinen Hafen von Agropoli, um dort das Wort Gottes zu bringen, wurde jedoch von den Ortbewohnern ausgelacht und misshandelt. So beschloss er, von einem Felsen aus, zu den Bewohnern des Meeres zu sprechen, die ihn auch erhörten. Diese Begebenheit wird vom Volksglauben weitergegeben, findet aber auch schriftliche Hinweise in den Annalen der Franziskaner.

Zwei Legenden berichten über den Ursprung des Flusses, der durch die Stadt Agropoli fließt.   Es war einmal ein kleiner Schäfersjunge mit dem Namen Testene, der in den Bergen des Cilento lebte und mit seiner Mutter und seinem Stiefvater Tagliabosco lebte. Als die Mutter starb, blieb er allein zurück und musste die Misshandlungen des Stiefvaters über sich ergehen lassen. Nach einiger Zeit, beschloss er endlich, in den Wald zu fliehen. Dort kam er an eine Quelle, wo er zum Trinken Halt machte und seinen Sorgen freien Lauf ließ. Plötzlich sprang Tagliabosco hinter einem Baum hervor und begann, wild auf ihn zuzuschlagen. Um ihn vor der Wut des Stiefvaters zu entziehen, nahm die Quelle den Jungen, mit all seinen Tränen in seinen Schoß auf. Seitdem trägt die Quelle in ewiger Erinnerung an ihn seinen Namen Testene.

Die andere Legende erzählt von der wunderschönen Testene, Tochter des Schlossherrn von Agropoli, die bei der historischen Landung der Türken am 29. Juni 1630 von diesen umgebracht wurde. Ihre Mägde weinten bitterlich um ihren Tod, so dass aus deren Tränen der Fluss entstand.  

Das Schwert des grausamen Saladin. Während der sarazenischen Besetzung beschloss ein alter weiser Mann, vor das Schlosstor zu gehen und mit dem grausamen Saladin zu sprechen. Er wollte ihn dazu überreden, mit dem elenden Gemetzel aufzuhören. Der aufgebrachte Saladin erhob sein Schwert und senkte es auf das Haupt des alten, wehrlosen Weisen hinab. Da der Alte ihn verzaubert hatte, verwandelte sich das Schwert in eine Lilie und Saladin in einen großen Wurm, der am Straßenrand herumkroch, um nicht von seinen eigenen Soldaten zertreten zu werden. 

Trentova und die Legende von Ermigarda. 

Der Name der touristischen Ortschaft Trentova stammt von einem großen weißen Kalkfelsen, in dessen Nähe man, der Legende nach, vor langer Zeit dreißig Möweneier gefunden hatte. 

Eine weitere Legende wird erzählt, und zwar von Ermigarda, Tochter des Sarazenenhauptes, die sich in Octavio, einen jungen Fischer, verliebte. Ihre Geschichte verwandelte sich in eine Tragödie, als der Fischer im Meer ertrank und Ermigarda sich daraufhin umbrachte. Neptun verwandelte sie aus Mitleid in eine Klippe. Mit der Zeit, nicht weit davon, entstand eine zweite Klippe, die immer mehr die Form Octavio des Fischers annahm. 

Die Legende der Möwen. Einer alten Legende Agropolis nach, wohnen die Seelen der umgekommenen Fischer in den Möwen weiter und auch dass sie mit ihrem Flug eine beginnende Windstille oder einen Sturm ankündigen. 

Im 18 Jh. gab es in Agropoli eine Hungersnot, die von einer heftigen Pest gefolgt wurde. Es fehlte an Nahrung und das vorhandene war infiziert. Die Bewohner konnten sich nur vom Fischfang ernähren. 

Die stürmische See hinderte die Fischer mehrere Tage lang daran, in See zu stechen und sich dem Fischfang zu widmen. Da das Unwetter andauerte, versuchten einige junge Männer, trotzdem hinauszufahren, um ihren Familien den Tod zu ersparen, aber eine riesige Welle riss die Boote fort und hinunter in die Meerestiefen. Die Heiligen Petrus und Paulus wohnten dem dramatischen Geschehen bei. Da sie für die armen Seeleute Mitleid empfanden, verwandelten sie sie in Möwen, die die Fischer, die sich auf die hohe See hinauswagen, vor ankommenden Stürmen warnen sollen.  

Chiesa della Madonna di Costantinopoli